Zur Kinderbetreuung in der Samtgemeinde Nenndorf

Die Samtgemeinde Nenndorf kann sich über einen steten Bevölkerungszuwachs mit steigenden Kinderzahlen freuen. Dieser Bevölkerungszuwachs muss auch bei der Kinderbetreuung berücksichtigt werden.

Die Betreuung der Kinder von 1 bis etwa 10 wird derzeit in fünf sich in Teilen ergänzenden Systemen gewährleistet. Für die Kleinkinder im Alter von 1 bis 3 stehen Krippen und Tagesmütter zur Verfügung. Die Kinder zwischen 3 und 6 werden in den Kindergärten der Samtgemeinde und anderen Trägerorganisationen betreut. Die Kinder im Grundschulalter können den Ganztag der Grundschulen besuchen. Alternativ stehen hier zwei Horte zur Verfügung. Die Betreuungsstruktur kann insgesamt als sehr positiv betrachtet werden. Also alles bestens, oder?

In den letzten zwei Jahren ist im Bereich der Kinderbetreuung eine Menge gearbeitet worden. So wird derzeit im Hinteren Hohefeld eine Krippe gebaut, die Trägerschaft für den direkt daneben zu errichtenden Kindergarten ist vergeben. Der Kindergarten in der Bahnhofstraße könnte – bei Bedarf – auch über den Bau des neuen Kindergartens hinaus Bestand haben. Der Ganztag wird im nächsten Schuljahr um eine Spätbetreuung ergänzt. Damit ist die Betreuungszeit auf Betreiben der SPD in allen drei Altersklassen bis 16.30 bzw 17 Uhr verlässlich ausgeweitet worden.

Sorgen bereitet der SPD-Samtgemeindefraktion zum einen die Erhebung der Anmeldezahlen als auch die räumliche Verteilung der Krippen und Kindergärten.

Grundlage der Planungen für die Plätze in den Kinderbetreuungseinrichtungen sind zum einen die Geburtenzahlen und zum anderen die Anmeldungen für die einzelnen Einrichtungen. Gerade in letzter Zeit macht sich das Fehlen eines modernen Anmeldesystems nach Einschätzungen der SPD bei den Planungen negativ bemerkbar. In Diskussionsrunden mit Elternvertretern und dem Leitungspersonal der Einrichtungen hatte die SPD schon häufiger auf moderne, Internet basierte Anmeldeverfahren hingewiesen und die Verwaltung aufgefordert sich diesen Möglichkeiten zu öffnen. „Durch ein gemeinsam von allen Trägern genutztes EDV gestütztes und miteinander vernetztes Anmeldesystem könnten die Anmeldezahlen stets tagaktuell eingesehen und Mehrfachanmeldungen deutlich verringert werden“, ist sich Ingo Knieper, Sprecher der SPD Samtgemeinderatsfraktion sicher.

Eine weitere Herausforderung sieht die SPD in der Verteilung der Betreuungseinrichtungen auf die Ortsteile in der Samtgemeinde. Mit dem Bau der neuen Krippe und des neuen Kindergartens im Hinteren Hohefeld wurde für den Bereich Bad Nenndorf reagiert. In Bad Nenndorf scheint die Betreuung somit ausreichend. Die Situation in den Nordgemeinden hingegen muss als unbefriedigend bewertet werden. Eine ganze Reihe von Eltern sind gezwungen Ihre Kinder morgens vor der Arbeit nach Bad Nenndorf zu fahren, weil einfach nicht genügend Plätze für Haste, Hohnhorst und Suhtfeld zur Verfügung stehen. „Ich kann den Unmut der betroffenen Eltern sehr gut verstehen“, sagt Knieper, der selber ein Kind in diesem Alter hat. „Immerhin gestaltet sich ein großer Teil des sozialen Lebens der Kinder rund um den Krippen- und Kindergartenbesuch.“

„Wir haben den Samtgemeindebürgermeister im Samtgemeindeausschuss daher aufgefordert, für die Nordgemeinden Vorschläge für Krippen- und Kindergartenplätzen zu erarbeiten, um hier bedarfsgerechte Lösungen bereitstellen zu können“, ergänzt Sigmar Sandmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD Fraktion.