SPD–Nenndorf gegen den trassenfernen Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Minden

Gemeinsam mit dem SPD Landtagsabgeordneten Karsten Becker haben Mitglieder des SPD Samtgemeindeverbandes Nenndorf und die Bürgermeister und Bürgermeisterkandidaten
der vier Mitgliedsgemeinden den geplanten Verlauf der trassenfernen Variante für den Ausbau der Bahnstrecke Hannover – Minden vor Ort besichtigt und mit betroffenen Bürgern gesprochen.

Die Bahn plant, die bisher zweigleisige Strecke zwischen Minden und Hannover um zwei Gleise  zu erweitern. Zwischen Lindhorst und Seelze sollen die zusätzlichen Gleise aber nicht parallel zu den
vorhandenen Gleisen gebaut werden.  Vielmehr sollen ab der ehemaligen Molkerei Ohndorf  die neuen Gleise südlich von Hohnhorst (in unmittelbare Nähe zum neuen Wohngebiet in der Mathe) zwischen Kreuzriehe und Helsinghausen  die B442 kreuzen, um in Seelze – am Beginn des Abzweigkanals nach Linden – wieder auf die vorhandene Bahntrasse stoßen.

Über alle politischen Parteiengrenzen  hinweg wird die Planung in der Samtgemeinde Nenndorf abgelehnt, und auch der SPD-Landtagsabgeordnete Karsten Becker erklärt unmissverständlich:
„Diese Trassenführung wäre ein nicht hinzunehmender einschneidener Eingriff in die Natur, die Landschaft und Lebensbedingungen der hier lebenden Menschen.“

Die Bahn erwartet durch den neuen Trassenverlauf eine Verkürzung der Fahrtzeit. Zusammen mit einer geänderten Trassenführung im Bereich Bückeburg, wird eine Einsparung von ca. 8 Minuten auf  der Strecke zwischen Minden und  Hannover erwartet. Diese Planungen der Bahn würden aber eine weitere Zerstückelung einer ohnehin dicht besiedelten Region bedeuten. Freizeit- und Erholungswert gehen verloren, weitere Eigenheime und deren Grundstücke würden einer Lärmbelastung ausgesetzt.

Bereits im Jahr 2002 wurde eine trassenferne Variante geplant. Der Landkreis Schaumburg und die Gemeinden Haste, Hohnhorst und Suthfeld hatten sich mit Resolutionen gegen die damaligen Pläne gewandt. Die Bürgerinitiative  „Mit Masse gegen die Trasse“ hatte den Widerstand der Bürgerinnen und Bürger organisiert. „An diesem Widerstand gilt es wieder anzuschließen“, so der SPD Samtgemeindeverbandsvorsitzende Udo Husmann. Bei den jetzt vorgelegten Plänen ist auch ein stärkeres Engagement der Samtgemeinde erforderlich. Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde müssen umfassend über das Vorhaben informiert werden.

Der solidarische Zusammenschluss der betroffenen Gemeinden – auch in die Region Hannover – hinein, ist zu organisieren. „Eine gemeinsame Stellungnahme der Samtgemeinde Nenndorf, der Stadt
Wunstorf, der Stadt Barsinghausen und der Stadt Seelze wären hilfreich“, ist sich Udo Husmann sicher.  “Für die SPD in der Samtgemeinde ist nur ein trassennaher Ausbau denkbar.”

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weitere Details finden Sie hier:
http://www.bvwp-projekte.de/schiene/2-016-V01/2-016-V01.html

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Bürgerinitiative „Mit Masse gegen die Trassen“
http://www.bi.helsinghausen.de