Dorferneuerung

Dorferneuerung – Wir stellen uns zukunftsfähig auf!

Auf Initiative von Bürgermeister Sigmar Sandmann haben die SPD – Fraktionen von Haste und Suthfeld die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen beantragt. Ihre Anträge zur Aufnahme in das Förderprogramm wurden in den jeweiligen Räten angenommen. Die Gemeinde Hohnhorst hat sich der Bewerbung zur Aufnahme in das Förderprogramm gern angeschlossen. Dieser Zusammenschluss ist für eine positive Bewertung des Antrages von Vorteil, da sich die Förderrichtlinie des Landes geändert hat. Im Gegensatz zu früheren Dorfentwicklungsprogrammen, wie in Rehren noch erkennbar, werden nach den neuen Vorgaben vielmehr Dorfregionen anstatt einzelne Dörfer gefördert. Ziel ist die jeweilige „Dorfregion“ zukunftsfähig aufzustellen.
Aus diesem Grund orientieren sich die neuen Förderrichtlinien nicht hauptsächlich an einzelne Baumaßnahmen, um das Dorf schöner zu gestalten, sondern eher an interkommunalen Zusammenschlüssen. Die dörflichen Kommunen stehen aktuellen Veränderungsprozessen wie dem demographischen Wandel, den Anforderungen zum Klimaschutz und dem Strukturwandel in der Landwirtschaft gegenüber. Sie müssen sich mit Fragen zur Daseinsvorsorge, insbesondere zur gesundheitlichen Versorgung und zur Mobilität ihrer Bürgerinnen und Bürger, hier die lückenhafte Anbindung zum ÖPNV, beschäftigen. Das Gemeinwesen muss gestärkt werden, da immer mehr Vereine und Verbände ihren satzungsgemäßen Anforderungen, z. B. die Aufstellung der Vorstände und das Engagement im Ehrenamt, nicht mehr nachkommen können.
Die Gemeinden Haste, Hohnhorst und Suthfeld sind in vielen Bereichen bereits eng miteinander verbunden. Die örtlichen Vereine haben Spielgemeinschaften gegründet, um schlagkräftige Mannschaften aufstellen zu können, oder die Mitglieder benachbarter Vereine können die Angebote des jeweils anderen Vereins nutzen. In Hohnhorst ist die Kirchengemeinde für Haste, Helsinghausen und Hohnhorst mit ihrem interkommunalen Kirchenspiel beheimatet. Auch besondere Stärken werden bei der Bewerbung eine Rolle spielen. So gibt es in Riehe den Arbeitskreis zur Heimatgeschichte, der sich aus Mitgliedern des Vereins „Glück Auf“ zusammensetzt. Der Erhalt und die Entwicklung der kulturellen Eigenarten und der regionalen Identität ist hier gefordert.
Aber auch die Verbesserung der Standortfaktoren und der Rahmenbedingungen der lokalen Wirtschaft, insbesondere der Landwirtschaft stehen im Fokus der zu erarbeitenden Konzepte und Strategien. Diese Konzepte sollen in enger Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern aufgestellt werden. Anfang Juni werden alle Interessierten zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ins Bürgerhaus Haste eingeladen, um an diesem Prozess aktiv mitzuwirken. Politik, Verwaltung und vor allem die Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, sich den kommenden Aufgaben zu stellen und diese anzunehmen. Es wird ein interessanter Prozess – seien Sie dabei.